Tag- und Nachregatta auf dem Zürichsee 25.6.2011

An diesem Samstag herrschte angenehmes Wetter im vgl. zum Bol d'Or. Die Windvorhersage war West und am Start schien es erst, als würde sich ein Südwestwind etablieren wollen. Das kam dann (zu unserem Leidwesen) nicht ganz so. Nach ein paar "Puffs" von der linken Seeseite, drehte der Wind und kam genau den See herunter Richtung Stadt. Wir blieben zu lange auf unserem "Code zero" und vermassen den See, anstatt Höhe zu machen. Nachdem wir zu spät auf die normale Fock wechselten,war ein Teil des Schadens in Form von Rückstand bereits passiert.

Zudem hatte ich wieder viel Mühe mit dem Vorsegel. Bei wenig Wind ist das Anfahren mit der derzeitigen Basis-Fock sehr schwierig. Das ist das Nächste, was wir ändern werden. Bei ein bisschen mehr Druck, lief das Boot sehr gut. Wenn alles stimmt (bisher leider nur momentweise) gehts im Vgl. zu normalen Booten voran wie eine Rakete auch an der Kreuz bei leichteren Winden.

Das regatta-taktische Niveau fiel bei uns (wohl eher bei mir) bis zur Wendemarke am oberen Seeende bescheiden aus, weil wir uns (noch) zu sehr auf den Bootsspeed konzentrieren mussten. Flo hat mich an der Pinne gegen Schluss der Kreuz abgelöst, er konnte mit seinen 14-Fusser-Kenntnissen aber auch nicht mehr sehr viel ausrichten. Den Schaden hatte ich bereits angerichtet. Die Libera vom Segelpool Männedorf rundete mit 12 Minuten Vorsprung. Zudem waren vier weitere Boote vor uns am ersten Fass.

Nach dem Runden korrigierten wir dies recht schnell. Unter Geni lief's eigentlich ganz gut, obwohl sich - wie bei Genf - Rolle - Genf - die Regatta als gigantisches Up&Down-Rennen entwickelte und da geniessen wir keine so grossen Vorteile gegenüber den traditionellen Booten, umso mehr als der Wiind nur eine reine Verdrängerfahrt zuliess. 8.5m Wasserlinie geben das Tempo mehr oder weniger vor.

 Mit den Winkeln die wir downwind segeln konnten, war ich eigentlich recht zufrieden, obwohl viele meinten, wir würden zu hoch fahren und somit zu viel Weg zurücklegen. Ich werde das beobachten - muss aber sagen, dass wir an unseren Konkurrenten recht zügig und eindeutig vorbeifuhren. Das zeigt, dass es vielleicht doch nicht so falsch war, was wir taten.

So ging das dann den ganzen See runter und die Libera wurde allmählich wieder ein bisschen grösser, obwohl Patrick an diesem Tag wirklich keine nennenswerten Fehler gemacht hat, weder hoch noch runter.

An der Einlauftonne beim Opernhaus, klebten wir dann fast wieder am Heck der Libera und der Zeitverlust war mehr oder weniger ausgeglichen. Ah ja, wir blieben dann noch in einem Tau hängen, das neben der Einlauftonne schwamm und vom Bojenleger vergessen wurde (wir sahen es nicht, weil es schon dunkel war) und so kam es auf der Ziellinie sowieso nicht zum Fotofinish. Den zweiten Platz konnten wir aber retten und in Anbetracht der Umstände geht das Resultat absolut in Ordnung. Die Besseren haben gewonnen. (Zielliste)

Fazit: Ich denke, dass auch bei diesen Verhältnissen die Quant wesentlich mehr kann, als wir gezeigt haben. Momentweise war das erkennbar. Mir fehlt noch jede Erfahrung, mit den richtigen Winkeln, der richtigen Segelwahl etc. die anfängliche Orientierungslosigkeit eben und die übliche Lernkurve, die einfach zu absolvieren ist. Das Potenzial der Q28 ist jedenfalls bei Weitem noch nicht ausgeschöpft.

Tags: Boats, Quant
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