Au Cup mit Daniel Schroff (North Switzerland) an Bord

 

Das Wetter war ungefähr so grässlich, wie bei der ersten Regatta der Saison, vielleicht ein bisschen weniger kalt.

Die Wetterwebsites haben Bise vorhergesagt - die Wirklichkeit war das übliche Windchaos bei diesem Regen-Wetter.

Der Schlag (mehr oder weniger ein Kreuzkurs) nach dem Start zur ersten Marke war besonders unangenehm, wir konnten kaum mal 200m mit demselben Wind segeln und das hat auch dazu geführt, dass die grosse Esse von Joe Schuchter genau vor unserem Bug die erste Marke rundete. Einmal mehr zeigte sich: Bei flachem Wasser und wenig Wind an der Kreuz sind relativ schwere Boote mit ihrem langen Auslauf oft im Vorteil - oder sagen wir mal - nicht benachteiligt gegenüber den leichten Booten mit ihrer Stop-and-Go-Charakteristik. Immer wieder fuhren wir in unsere eigenen Segel (Fahrtwind) stoppten auf und mussten wieder anfahren. Echt mühsam und das Gegenteil von genussvollem Leichtwindsegeln.

Nach der ersten Tonne gings weiter unter Geni und damit setzten wir uns rasch sehr deutlich ab (hier gilt eigentlich immer, je leichter das Boot, desto besser) von den direkten Verfolgern. Das hat dann schon wesentlich mehr Spass gemacht. Die zweite Tonne - gut versteckt hinter der Halbinsel, welche die Au bildet - erreichten wir nach einer Halse grad noch mit dem Gennaker, bereits weit in Front. Hoch an die Marke in Stäfa war ein Kreuzkurs. Der Wind kam wieder von Süd-Südost. Daniel Schroff der bei uns mitsegelte bediente die Grossschot und er entdeckte den Groove den die Q28 bietet, wenn man das Grosssegle so aktiv bedient, wie man das auf einem Skiff tun würde. Gerade bei wechselnden Windstärken macht es enorm viel aus, wenn die Krängung nur über das Crewgewicht und die Segelstellung kontrolliert wird. Man soll nämlich tunlichst vermeiden, die Krängung der Q28 übers Anluven zu kompensieren wie bei einer Yacht. Unsere minimierte Flosse von einem Kiel ist dafür nicht gemacht - geradeausfahren wenn immer möglich, heisst die Aufgabe. Bei vielleicht 6kts Wind ging der Tacho manchmal hoch bis auf 7.5kts und nie unter 6.8kts. Nicht übel für ein 8.5m Böötchen. Daniel fand das interessant - obwohl er mitkam, um zu erleben, wie sich die Q28 auf dem Foil segelnd fortbewegt. Das mussten wir leider vertagen!

Das Rennen endete mehr oder weniger auf die übliche Art und Weise. Zuerst die Q28 und dann lange niemand mehr und dann die Esses (gross, mittel und klein), die wir fast um eine Bahnschenkel-Länge distanzierten....Ah ja vieilleicht noch dies: In der Jahresmeisterschaftsabrechnung streichen wir nun aufgrund der Regeln (5 gültige Resultate aus total 9 Rennen) einen ersten Rang, was mir bisher dann doch noch nie passiert ist:-)

Hang loose
Michi

Tags: Quant, Boats
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