16. Juli 2011, Sommerregatta SYH: Die Q28 kanns auch bei sehr leichten Winden

Die traditionelle Veranstaltung des SYH fand bei schönem Sommerwetter statt, was fast zwangsläufig wenig Wind bedeutet. Trotz Ferienzeit war die Besetzung des Rennens sehr gut und es versammelten sich fast 80 Boote auf der Startlinie. Um 14.00 wurde das Feld auf den Dreieckskurs geschickt, der zweimal zu umrunden war.

Zur Abwechslung segelten wir nur zu viert und zur Abwechslung gelang mir ein guter Start am richtigen Ort. Wir konnten uns nach ein paar Minuten völlig freisegeln und zogen der Meute danach zügig davon. Die erste Marke rundeten wir daher als führendes Boot mit komfortablem Vorsprung. Zu Beginn des zweiten Schenkels des Dreiecks konnten wir unseren Vorsprung sogar noch vergrössern, bis kurz vor Ende dieses Schenkels eine Windgrenze zu passieren war.

Die Verfolger liefen auf, wir konnten uns aber noch um die Tonne retten. Der letzte Abschnitt der ersten Runde entpuppte sich als Kreuz. Der unstete Wind war noch weniger und noch unberechenbarer geworden und die Motorbootwellen häufiger und höher - der Spassfaktor fiel vollends in den Keller, weil die Quant28 mit ihrer kleinen dünnen Flosse und dem geringen Gewicht bei diesen Verhältnissen kaum vernünftig auf Kurs zu halten war.

Irgendwie schafften wir es, die erste Runde als Führende zu beenden. Zu unserem Erstaunen, wiederholten sich die Windverhältnisse auf der zweiten Runde, was die Richtung anbetraf. Rasch setzten wir uns wieder ab. Auf dem zweiten Schenkel liefen die Verfolger wieder auf, wie zuvor, nur noch deutlicher. Der letzte Schenkel ins Ziel versprach ziemlich viel Spannung - wieder eine Kreuz. Diesesmal erwischten wir gegen Ende des Rennens die Dreher besser als unsere Konkurrenten und retteten so ein paar Minuten mehr über die Ziellinie, als ich befürchtete. Der Fotofinish blieb aus, wie die Liste des Zieleinlaufes zeigt. (Zielliste)

Fazit: Viel Erfahrung gesammelt und einige Learnings mitgenommen. Es ist erstaunlich, welche Geschwindigkeit die Quant auch bei diesen äusserst leichten Verhältnissen erreicht, wenn man es schafft, loszufahren, und das Unterwasser sauber ist :-). Für mich als nicht Kat-Segler und Anfänger auf Booten dieser Leistungsfähigkeit ist die Orientierung (einschätzen von Richtung und Stärke des wahren Windes) eines der Hauptprobleme. Nur wenn das gelingt, wählt man auch die richtigen Segel (Basic jib, Code zero oder Gennaker A1). Der Erfolg an dieser Regatta ist v.a. der Mannschaft zu verdanken, die unermüdlich die Segelgarderobe dem (nicht-)vorhandenen Wind anpasste und diesen Job sehr gut, rasch und ohne Fehler erledigte. Danke Jan, danke Philipp, danke Claudio.

Aber ehrlich gesagt, die Verhältnisse waren wirklich grenzwärtig und es war ein echte Plackerei - viele Boote gaben deshalb auf bzw. schafften die volle Distanz gar nicht. Die Vorfreude auf das kalte Bier am anschliessenden Seglerfest des SYH in Herrliberg begleitete uns den ganzen Nachmittag. Übrigens: Herzlichen Dank an den Club und die vielen Helfer, der Abend war sehr angenehm und das Essen sehr gut - wie immer im SYH.

Hang loose

Michi

Tags: Boats, Quant
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